Bayreuther Festspiele
Helden des Hügels
Am dritten «Ring»-Tag stellt sich Routine ein, was soll man da noch diskutieren? Das lila Wunder, mit dem die KI diesmal «Siegfried» beendet, ist nicht konsensfähig
Sabine Busch-Frank • 08. August 2026
Die wahre Problematik des regiefreien «Ring»-Konzepts stellt sich in der Pause ein: Man hat nichts zum Diskutieren. Die Aufregung über die digitale Bilderflut ist nach zwei vorangegangenen Abenden abgeflaut, gut gesungen wird, ja, das schon. Und die Akustik! Einmalig. Für zwei jeweils einstündige Pausen reicht das aber nicht als Thema.
Bayreuth hat so seine Riten. In der ersten Pause kann man beispielsweise im sogenannten „Luftbad“ hügelaufwärts kneipen gehen, wo es auch zu halbwegs bürgerlichen Preisen Wiener Würstchen – andernorts „Frankfurter“ genannt – und Kuchen gibt. Tapfer waten hier auch Orchesterleute durchs kalte Nass, zu erkennen an ihren Hausausweisen und lustigen T-Shirts. „Wir Plumpen plagen uns schwitzend mi…