Staatstheater am Gärtnerplatz

Wenn alles stimmt

Regisseur Peter Lund interessiert sich in Lehárs «Graf von Luxemburg» für das soziale Spiel hinter der nostalgischen Operettenseligkeit, Dirigent Michael Brandstätter sorgt für Transparenz und Beweglichkeit

Willi Patzelt • 29. März 2026

Bei Lund trifft ein falscher Graf von Luxemburg (Daniel Prohaska) im Zug auf ein Dienstmädchen (Andreja Zidaric). Sie wissen nicht, dass sie bald heiraten werden © Anna Schnauss

Man kann in der Operette erstaunlich viel werden, etwa Graf – oder zumindest so tun, als wäre man einer. Ein Titel, ein gutes Kostüm, ein bisschen Selbstbewusstsein, und schon fügt sich die Gesellschaft erstaunlich bereitwillig in die neue Ordnung. In der Operette ist das kein Betrug, sondern Methode. „Lüg Dich glücklich“, steht seit Wochen auf den Münchner Ankündigungsplakaten zur Neuproduktion von Franz Lehárs «Graf von Luxemburg», der ersten am Gärtnerplatztheater seit über siebzig Jahren. Und selten hat ein Werbeslogan so präzise den Ton eines Abends getroffen. Denn diese Premiere ist genau das: ein &…