Die Wächter der Teufelsbrücke
Warum man als Ukrainer keinen „Kornspitz“ essen sollte
In einem russischen Kuratorium tummeln sich Putin-Gefolgsleute und österreichische Manager. Involviert: das Künstler-Ehepaar Dmitry und Anastasia Korchak. Die Wiener Staatsoper prüft
Stephan Burianek • 27. Februar 2026
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Es war keine große Überraschung, dass der Dirigent Michael Güttler auch gegen unseren vorläufigen Abschlussartikel zu seiner Person mit mehreren Anwaltsschreiben reagierte. Filtert man aus den aggressiven, teilweise beleidigenden Nachrichten die Substanz heraus, so kritisierte die Gegenseite u.a., dass wir den Tenor Dmitry Korchak, der am 13. Dezember 2025 in Moskau in einer konzertanten, vom Deutschen dirigierten «Lohengrin»-Aufführung in Erscheinung getreten ist, als Unterstützer des Regimes bezeichnet und Güttler somit, sinngemäß, in ein „falsches“ Setting gerückt hätten. Weil wir Kritik ernst nehmen, haben wir diesen Punkt überprüft und sind auf durchaus überraschende, teilweise neue Informationen gestoßen, die es in sich haben.
Vom russischen Präsidialfonds gefördert
Denn Korchak ist nach neuen Erkenntnissen mit dem russischen Kulturbetrieb noch viel enger verbunden als gedacht. Er tritt nicht nur regelmäßig in Konzerten auf, die – ebenso wie der besagte «Lohengrin»-Abend – vom russischen Kulturministerium finanziert werden. Korchak wird überdies vom russischen „Präsidialfonds für kulturelle Initiativen“ – der zur Finanzierung von Propagandaprojekten in den Bereichen Kultur, Kunst und Bildung gegründet wurde – regelmäßig für eigene Projekte finanziell gefördert.
Korchaks Name taucht zwischen 2022 und 2025 in mindestens fünf Förderdokumenten des Präsidialfonds auf, darunter für einen Abend unter dem Titel „Eine Hommage an russische Musiker“ und zudem in einem Förderantrag für das laufende Jahr. Darüber hinaus erhielt Dmitry Korchak finanzielle Unterstützungen für eigene Konzertprojekte durch den Moskauer Konzertsaal Zaryadye und die Moskauer Staatliche Akademische Philharmonie. Man wird wohl annehmen dürfen, dass Auftritte an diesen wichtigen Veranstaltungsorten in der Regel nur Künstlern gestattet sind, die mit Putins Regime sympathisieren.
Der Präsidialfonds finanziert auch den alljährlichen Petrovski-Ball im Katharinenpalast bei St. Petersburg, der nach dem Vorbild des Dresdner Opernballs von Hans-Joachim Frey geleitet und moderiert wird. Wer von diesem Kulturmanager noch nichts gehört haben sollte, der schlage nach bei Axel Brüggemann, der in zahlreichen Beiträgen Freys Putin-Nähe aufgezeigt hat (u.a. in einer erstklassig recherchierten und mitreißend gestalteten ARD-Podcast-Serie „Klang der Macht“) – Ehrensache, dass bei Freys Ball im August 2024 die „Helden“ der „Militärischen Spezialoperation“ gewürdigt wurden.
Auch Korchak trat bei dieser Veranstaltung neben vertrauten Propagandakünstlern, wie dem Cellisten Sergey Roldugin und dem Saxofonisten Igor Butman auf. Die Sängerin Olga Peretyatko und Valery Gergiev wurden an jenem Abend vom moderierenden Hans-Joachim Frey feierlich begrüßt. Vom Präsidialfonds wurde auch der ebenfalls von Hans-Joachim Frey organisierte Elena-Obraztsova-Ball im Oktober 2024 finanziert, auf dem Korchak als Dirigent in Erscheinung getreten ist. Als Dirigent arbeitete Korchak zudem im September 2025 mit der Opernsängerin Vasilisa Berzhanskaya zusammen, die ebenfalls regelmäßig in Propagandakonzerten auftritt. Wie Social-Media-Postings zeigen, ist Berzhanskaya zumindest liiert mit Mikhail Simonyan, einem im Curtis-Institut in Philadelphia ausgebildeter Violinist und Dirigent, der im russischen Fernsehen in Militäruniform bereits seine Landsleute dazu aufgerufen hat, sich für den Krieg in der Ukraine als Soldaten zu melden. Und Natalja Ignatenko, eine feste Größe in der russischen Opernszene, der nachgesagt wird, sie berate Putin in Opernfragen, postete im Mai 2024 im russischen Social-Media-Netzwerk VKontakte unter einem gemeinsamen Foto mit dem Ehepaar Korchak: „Bei jedem Besuch von Dmitri Korchak in Moskau treffen wir uns.“
Korchak befindet sich in Russland also in „bester“ Gesellschaft, und er war es wohl auch, der Michael Güttler zum Moskauer «Lohengrin» holte. Der Redaktion liegt ein offizielles Dokument vor, das Güttlers Teilnahme an dem Konzert als Bedingung für die Auszahlung eines Honorars an einen teilnehmenden „Solisten-Tenor“ nennt, und zwar in der Höhe von 2.747.620 Rubel (ca. 29.200 Euro), inklusive Vermittlungsprovision. Dies lässt den Schluss zu, dass Korchak zumindest in diesem Fall als Vermittler zwischen dem deutschen Dirigenten und dem russischen Veranstalter in Erscheinung trat. Eine diesbezügliche Anfrage an Herrn Güttler und an seinen Anwalt blieb in der Substanz unbeantwortet.
Präsidentin einer Teufelsbrücke
Als offizielle Vermittlerin zwischen Russland und dem Westen tritt indes Dmitry Korchaks Ehefrau Anastasia Korchak auf. In Wien betreibt sie bis heute die Agentur „Art Projects Atelier e.U.“, über die sie bei der Organisation von Veranstaltungen mit russischen Künstlerinnen und Künstlern hilft – und von der im Internet offenbar weder eine Homepage existiert, noch eine Telefonnummer oder eine E-Mailadresse zu finden ist. Laut einem Firmenbuch-Auszug brachte Anastasia Korchak den „Antrag auf Neueintragung einer Firma“ im September 2014 ein, also im selben Jahr, in dem die Annexion der Krim durch Russland erfolgte. Damals schwärmte Dmitry Korchak in einem russischen Magazin über seinen Wohnsitz Wien, das Ehepaar lebt demnach zumindest seit diesem Jahr in der österreichischen Hauptstadt.
Pikant wird die ganze Sache dann bei einem genaueren Blick auf ein Förder-Dokument für das „Große Internationale Tschaikowski-Festival – Tschaikowski. Reloaded“, in dem Dmitry Korchak ebenfalls erwähnt wird und dessen Start mit 1. Juni 2026 angegeben wird. Die Antragstellerin ist die seit 2017 in Russland registrierte „Stiftung zur Unterstützung der Entwicklung von Projekten im Bereich Kultur ‚Brücke der Künste‘“, kurz: „Art Bridge“, die laut Homepage auf einer Initiative von Putin-Propagandist Hans-Joachim Frey basiert.
Als Präsidentin dieser Stiftung wird ebenjene Anastasia Korchak genannt. Laut einem russischen Firmenverzeichnis übt sie diese Funktion seit dem 3. Juli 2025 aus. Sie führt ein Kuratorium an, das sich teilweise wie ein Who’s Who des Systems Putin liest. Es seien nur die prominentesten Vertreter genannt: Boris Rotenberg ist ein russischer Oligarch und einer der engsten Freunde Wladimir Putins aus Kindheitstagen, als sie in Leningrad gemeinsam Judo trainierten. Rotenberg gilt als eine der Schlüsselfiguren in der staatlich vernetzten Geschäftswelt Russlands und profitierte von staatlichen Aufträgen für Projekte wie die Olympischen Spiele in Sotschi, was seit 2014 zu internationalen Sanktionen gegen ihn führte.
Sergei Stepashin wiederum stand an der Spitze des FSB-Vorgängerorgans FSK und anschließend des FSB (1994–1995), bevor Putin das Amt übernahm. Beide stiegen in den Sicherheitsbehörden auf, bevor Putin Premierminister und später Präsident wurde. Stepashin war später für die staatliche Rechnungsprüfung zuständig, was die gemeinsame Herkunft aus den Sicherheitsdiensten in der russischen Politik unterstreicht.
Viktor Kiryanov ist ein sanktionierter russischer Beamter mit Verbindungen zu Rostec, einem staatlichen russischen Rüstungskonzern, was dazu führte, dass er aufgrund seiner Unterstützung der russischen Regierung, insbesondere durch seine Rolle als Geschäftsführer für Infrastrukturprojekte bei Rostec, einem strategischen Verteidigungsunternehmen, unter internationale Sanktionen fiel.
Weitere Kuratoriumsmitglieder umfassen u.a. den Präsidenten der Russischen Buchunion, den Vorsitzenden des Ausschusses für Außenbeziehungen von St. Petersburg sowie die Generaldirektorin und Künstlerische Leiterin des Russischen Staatlichen Musikfernseh- und Radiozentrums.
Die Kornspitz-Connection
Das alles soll zeigen: näher an Putin geht fast nicht. In dem Kuratorium tummeln sich laut Homepage aber nicht nur russische Systemgrößen, sondern auch österreichische Wirtschaftsvertreter. Christoph Leitl war so viele Jahre der Präsident der österreichischen Wirtschaftskammer, dass Wladimir Putin bei einem Wien-Besuch scherzend von „Diktatur“ sprach. Danach, von 2018 bis 2021, war Leitl der Präsident der europäischen Wirtschaftskammer Eurochambres, wo er heute noch als Ehrenpräsident gelistet ist. Interviews nach der russischen Vollinvasion lassen vermuten, dass Leitl seine jahrelange berufliche Beziehung zum russischen Diktator bis heute nicht als Fehler sieht.
Ebenfalls im Art-Bridge-Kuratorium wird Wolfgang Mayer gelistet. Der Vorstand der oberösterreichischen Backaldrin International Kornspitz Company ist zugleich Ehrenkonsul der Russischen Föderation im Bundesland Oberösterreich. Für Nicht-Österreicher: „Kornspitz“ heißt ein 1984 erfundenes Weizengebäck, das sich auch in Russland einer großen Beliebtheit zu erfreuen scheint, immerhin wird seit 2017 im Reich des teuflischen Bären produziert. Ein Standort in Kijiv scheint auf der Backaldrin-Homepage nicht (mehr?) auf.
Auch interessant: Bei der feierlichen Eröffnung des russischen Konsulats, das sich offenbar in der Backaldrin-Zentrale in der oberösterreichischen Marktgemeinde Asten befindet, war im April 2019 neben dem russischen Botschafter auch Hans-Joachim Frey anwesend, Putins liebster Kulturmanager. Das belegen Bilder, die bis heute auf einer Online-Bezirkszeitung zu sehen sind. Auf weiteren Fotos posieren Wolfgang Mayer und der Backaldrin-Eigentümer Peter Augendopler sen. mit einem großen Putin-Portrait (unser Dank geht an dieser Stelle an Axel Brüggemann, der uns auf diese skurrile Publikation aufmerksam gemacht hat). Weder Leitl noch Mayer reagierten auf diesbezügliche Anfragen, die wir an die Wirtschaftskammer, an Eurochambres und an Backaldrin geschickt hatten.
Auffallend ist, dass außer Anastasia Korchak und Hans-Joachim Frey keine der Kuratoriumsmitglieder einen nennenswerten Bezug zu Musik oder Kunst haben. Das deutet weniger auf eine künstlerische Ausrichtung hin, sondern auf eine machtpolitische Vernetzungsstrategie, in der sich die (österreichische) Wirtschaft mit politisch-wirtschaftlichen (russischen) Funktionären unter dem Deckmantel der Kunst vereinigt – oder, euphemistisch gesagt: „Brücken baut“. Es erscheint ziemlich klar, dass die Kunst den genannten Personen als Geschäftsstrategie dient.
In diesem Zusammenhang muss einmal mehr auf die Analyse des Politikwissenschaftlers Martin Malek verwiesen werden, der in offiziellen Kreml-Dokumenten kürzlich auf dieser Webplattform nachgewiesen hat, dass Putin-Russland die Kultur offiziell als wirtschaftliche und militärische „Soft Power“ betrachtet: „Die Zusammenarbeit zwischen Diplomatie und Kultur [...] dient den nationalen Interessen Russlands“, heißt es darin etwa, außerdem solle der kulturelle Austausch mit dem Ausland dazu dienen, „ein objektives Bild von Russland als freundlichem und demokratischem Staat zu vermitteln“. Und in diesem Zusammenhang wohl besonders interessant: „Eine der wichtigsten Prioritäten der Auslandskulturpolitik ist die systematische und vielseitige Unterstützung russländischer Landsleute [...] in den Bereichen Kultur, Sprache, Bildung und Information.“
Daraus folgt: Wer die russische Kultur fördert, der hat bei Putin ein Stein im Brett. Seit dem Beginn der Vollinvasion erhielt die Stiftung offiziell Förderungen in der Höhe von rund 200 Mio. Rubel (etwa 2,2 Millionen Euro). Es darf vermutet werden, dass die restlichen nicht-geförderten Beträge für die Kulturveranstaltungen zu einem Teil von einzelnen Kuratoriumsmitgliedern aufgebracht oder zumindest organisiert wurden. Das besagte Tschaikowski-Festival soll mit 55,5 Mio. Rubel (ca. 609.000 Euro) gefördert werden, bei einem Gesamtbudget von 94 Millionen Rubel (ca. 1 Mio. Euro).
Wie wichtig für Russland der Verweis auf internationale Partner ist, zeigt neben den österreichischen Kuratioriumsmitgliedern außerdem die Tatsache, dass im genannten Förderantrag für das Tschaikowski-Festival auf zwei vermeintliche Kooperationspartner aus Österreich Bezug genommen wird: die Bruckneruni Linz und ein „Open-Air-Opernfestival im Burgenland“, womit vermutlich die Opernspiele der Esterhazy-Betriebe im Steinbruch von St. Margarethen gemeint sind. Zumindest die Opernspiele erscheinen plausibel, immerhin pflegt ihr Künstlerischer Leiter Daniel Serafin ganz offen Kontakte zur russischen Kulturszene, insbesondere zum Putin-Bass Ildar Abdrazakov, der mittlerweile auch Opernintendant auf der Krim-Halbinsel ist. Außerdem war Serafin seit dem Beginn der Vollinvasion mehrfach zu Gast in der russischen Botschaft in Wien. Auf unsere Anfrage stellt eine Sprecherin der Esterhazy-Betriebe allerdings klar: „Die Oper im Steinbruch fungiert weder als Kooperationspartner der diesjährigen Ausgabe des Tschaikowski-Festivals in St. Petersburg noch bei anderen Festivals in Russland.“ Geradezu entrüstet scheint man an der Bruckneruni über die Nennung in dem russischen Papier gewesen zu sein. Man unterhalte keine derartige Kooperation, ließ man wissen, die Nennung auf der Webseite des Festivals sei „somit nicht von der Universitätsleitung autorisiert, und der Veranstalter wurde von uns zwischenzeitlich per Email aufgefordert, diese zu entfernen.“ Ob stattdessen das Brucknerhaus in Linz gemeint sein könnte, wo besagter Hans-Joachim Frey fünf Jahre lang, bis 2017, der Intendant war? Auch dort schüttelt man sprichwörtlich den Kopf.
Aber zurück zu Dmitry Korchak, der aktuell noch an der Wiener Staatsoper auf der Besetzungsliste einer Vorstellungsserie von Donizettis «Don Pasquale» aufscheint, die am 6. März startet. Mit Korchaks Auftritten an den genannten Propagandaveranstaltungen konfrontiert, reagierte man im Haus am Ring überrascht. Korchaks Engagement werde aktuell geprüft.
Laut der Online-Aufführungsdatenbank Operabase soll Dmitry Korchak demnächst bei den Salzburger Pfingstfestspielen in Rossinis «Reise nach Reims» sowie an mehreren italienischen Opernhäusern und Festivals auftreten, konkret im Opernhaus in Rom, in der Arena von Verona, beim Rossini-Festival in Pesaro, und im Teatro Massimo Bellini in Catania. Letzteres mag überraschen, aber finanziell arg gebeutelte Häuser, von denen es in Italien leider viele gibt, dienen der Propaganda oftmals als willkommene Einfallstore. Ob man aber in Italien mit offiziellen Vertretern des brutalsten Verbrecheregimes in Verbindung gebracht werden möchte, das Europa seit Hitler-Deutschland gesehen hat, wird sich demnächst weisen. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr wurde in Caserta nahe Neapel ein geplantes Konzert von Valery Gergiev nach massiven Protesten abgesagt. Bis zur späten Absage waren kaum Karten verkauft gewesen.
Im April 2025 wurde die Familie Korchak in einer russischen TV-Sendung porträtiert. Darin verriet das Paar, dass ihr Sohn im Jahr 2022 – in dem die russische Vollinvasion begann – von Wien in eine Moskauer Schule gewechselt sei. Gut möglich, dass auch seine Eltern einen Rückzug einkalkuliert haben, sollten sich die Jobaussichten in Wien aufgrund ihrer Verwicklungen ungünstig entwickeln.
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